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Nonverbale Kommunikation

Aktualisiert: 19. März

Wenn die Körpersprache nicht zum Gesagten passt.


Unsere Körpersprache beeinflusst maßgeblich unsere Gespräche. Doch auch bei der Kommunikation mit unseren Hunden ist sie essentiell. Hier ein Beispiel:


Eine Frau, nennen wir sie Paula, geht mit ihrem Hund Tim im Türkenschanzpark in Wien spazieren. Zufällig trifft sie ihre Freundin, die oft zu Besuch ist und Tim immer ausgiebig streichelt. Tim beginnt zu bellen als er sie sieht und springt wie wild an ihr hoch. Die Freundin schimpft mit Tim, sagt, er soll aufhören. Dabei beugt sie sich zu Tim hinunter, lacht dazwischen und gestikuliert mit ihren Armen.


Für Tim ist es eine tolle Sache: Er sieht eine für ihn vertraute Person, zeigt seine Aufregung durch das Hochspringen und die Lautäußerungen, und wird dafür belohnt (= Aufmerksamkeit durch Freundin). Dieses sehr vereinfachte Beispiel soll zeigen: Unsere Körpersprache spielt eine große Rolle bei der Kommunikation, auch bei der Kommunikation zwischen Mensch und Hund.


Unsere Körpersprache macht bei einer Begegnung über 90 % einer Botschaft aus. Oft merkt man, wenn die nonverbale Kommunikation nicht zu den verbalen Äußerungen passen. "Irgendetwas passt nicht", denken wir dann. So könnten die verschränkten Armen der Mitarbeiterin im Meeting auf Vorbehalte gegenüber der neuen Aufgabeneinteilung hindeuten.


Eine einfache Übung im Alltag ist, sich bei einem Gespräch mit dem Partner, der Nachbarin, der Chefin oder der Schwester die eigene Körperhaltung bewusst zu machen. Wie stehe ich da? Was machen meine Armen und Hände? Sind meine Gesichtsmuskeln entspannt?


Bei Hunden, die sich im Training befinden, ist es übrigens noch effektiver, auf die eigene Körpersprache zu achten. Denn sie bemerken jede Bewegung und reagieren auf diese (Bewegungs-)Reize. Einem Hund zu sagen, dass er weitergehen soll, während man selbst stehen bleibt, macht für ihn wenig Sinn. Eine Bewegung des Armes in die Richtung, in die gegangen werden soll und gleichzeitig ein Schritt in diese Richtung, helfen dem Hund zu verstehen, was man von ihm will.


(Auflösung zum Beispiel: Idealerweise hätte die Freundin sich von Tim abgewandt und ihm somit keine Beachtung geschenkt. Paula hätte dann Zeit gehabt, Tim zu sich zu holen und seine Aufmerksamkeit auf sich zu lenken.)









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